Reptilienfutter

Damit es bei Chamäleon und Co. nicht zu Mangelerscheinungen wegen falschen Fütterns kommt, muss ein abwechslungsreiches spezielles Reptilienfutter angeboten werden. Hier sollte der Schwerpunkt der Fütterung auf tierisches Eiweiß gelegt werden. Reptilien fressen hauptsächlich Lebendnahrung, das heißt dass ein großer Vorrat an lebenden Insekten immer zur Verfügung stehen sollte. Zu den Fettarmen und gesündesten Futtertieren gehören Heimchen, Grillen, Heuschrecken, große Fruchtfliegen und argentinische Schaben. Auch Nacktmäuse gehören in diese Kategorie, sie werden allerdings tot gefüttert. Fettreiche Futtertiere wie Mehlwürmer, Wachsraupen und Rosenkäferlarven sollten nur wenig gefüttert werden da sonst eine Überfettung der Organe vorprogrammiert ist was zum Tot des Tieres führt. Viele dieser Insekten sind in Deutschland heimisch, man findet sie im Sommer auf ungespritzten Wiesen und kann sie problemlos einfangen. Auch pflanzliche Nahrung ist ein wichtiger Bestandteil für die Ernährung von Reptilien und sollte als Beikost angeboten werden. Gerne genommen werden Bananen, Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Him- und Brombeeren, Tomaten und kernlose Weintrauben. Ganz wichtig ist die Zugabe von frischem Salat. Dieser sollte zusätzlich noch mit Wasser besprüht werden, so ist dann auch gewährleistet dass das Tier genügend Flüssigkeit aufnimmt. Menge und Häufigkeit des Fütterns richtet sich nach dem Alter der Tiere. Jungtiere können in den ersten vier Wochen ihres Lebens nur sehr kleine Beutetiere aufnehmen. Bis zum siebten Lebensmonat, sollten sie täglich gefüttert werden. Gerne darf mal ein Fastentag eingelegt werden um den Magen- Darmtrakt zu entlasten. Ab dem achten Lebensmonat ist es völlig ausreichend wenn 3-4mal pro Woche gefüttert wird da ansonsten die Gefahr der Organverfettung besteht und das führt zu einer erheblichen Verkürzung der Lebensdauer. Ein gutes Mittelmaß bei der Futtermenge ist: Jungtiere, 5-10 kleine Heimchen pro Fütterung und erwachsene Tiere erhalten ca. 4 große Heimchen oder aber eine große Heuschrecke. Der Flüssigkeitsbedarf ist bei jedem Reptil unterschiedlich. Das Chamäleon hat zum Beispiel einen sehr hohen Flüssigkeitsbedarf und es sollte täglich 2mal mit lauwarmem Wasser getränkt werden. Mehrmals täglich sollte das Terrarium innen mit Wasser besprüht werden, denn Reptilien trinken bevorzugt sich bewegendes Wasser. Jungtiere lecken gerne Wassertropfen ab, sie lassen sich sehr gut an Pipetten gewöhnen welche sich für das Tränken prima eignen. Mit der Pipette ist es auch sehr einfach zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe zu verabreichen. Dies sollte 1 – 2mal in der Woche gemacht werden. Auch ein kleiner Zimmerbrunnen eignet sich hervorragend als Tränke, allerdings sollte das Wasser täglich gewechselt werden da es sonst zu starken Keimbildungen kommt. Krokodile und Schlangen sind reine Fleischfresse, dadurch beschränkt sich das Nahrungsangebot ausschließlich auf Fleisch. Futtertiere ( Mäuse, Küken etc.) werden gefroren im Handel angeboten. Viele Schlangenbesitzer züchten die Futtertiere auch selber was bei Mäusen kein Problem ist.  
 
 
 
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